Ein Blitz der Zeit

Früher war ein Foto etwas Besonderes. Man nahm eine Kamera zur Hand, legte einen Film ein und wusste noch nicht, wie die Bilder am Ende aussehen würden. Jeder Moment wurde bewusst festgehalten, denn die Anzahl der Aufnahmen war begrenzt.

Der alte Blitz, die Kamera, die Filmstreifen und die Fotografien in diesem Kunstwerk erzählen von genau dieser Zeit. Von einer Zeit, in der Bilder nicht innerhalb von Sekunden auf dem Handy erschienen, sondern erst entwickelt, gedruckt und in die Hände genommen werden mussten. Man wartete darauf, seine Erinnerungen endlich sehen zu können und vielleicht war gerade dieses Warten ein Teil der Magie.

Heute genügt ein Griff zum Smartphone: Ein Foto, ein Klick und schon ist der Moment gespeichert. Tausende Bilder können auf einem einzigen Gerät liegen, oft ohne dass man ihnen noch dieselbe Bedeutung schenkt.

Früher hingegen wurden Fotos aufgehoben, in Alben geklebt, in Schachteln gesammelt oder an die Wand gestellt. Sie wurden zu kleinen Zeitzeugen eines Lebens. Man konnte sie Jahre später wieder in die Hand nehmen und sich erinnern, wer damals dabei war, wie man ausgesehen hat und welche Geschichten hinter diesem einen Bild stecken.